04.03.2019

Anne ist sicher in Neuseeland angekommen! 
Viel haben wir noch nicht von ihr gehört, weil sie abends gelandet und natürlich sofort halb tot ins Bett gefallen ist. 
Dennoch wollen wir euch natürlich nicht ein Selfie von ihrer Fahrt zum Hostel in Auckland vorenthalten. ;) 

11.03.2019

Annes Zeit in Neuseeland ist schon beinahe um. Es ist wirklich verrückt wie schnell die Zeit plötzlich vergeht.

Krissi und ich sind im Examen so involviert, dass wir abends nur noch tot ins Bett fallen und die Tage dadurch umso schnell vorbei fliegen.  Wir freuen uns schon so sehr endlich los zu fliegen und zu Anne dazu zu stoßen.

 

Ich würde euch ein bisschen mehr Input zu dem Bild geben, aber leider hat Anne vergessen uns etwas dazu zu erzählen. Ich trage das natürlich sofort nach, sobald ich mehr weiß! 

Unten werde ich noch ein paar Fotos hochladen, die Anne uns geschickt hat. 

16.03.2019
Wie ihr am Timer oben sicher gesehen habt, geht es jetzt heute endlich los! 
Krissi und ich sitzen gerade am Gate und das Boarding zum Flug nach LA geht jeden Moment los. 
Zum Glück hat beim Checkin und der Gepäckaufgabe alles gut geklappt und wir hatten (erstaunlicherweise) auch gar kein Übergewicht. :D
Hoffentlich geht es in Los Angeles dann auch gut, bei der Einfuhr unserer Spenden. 
23.03.2019
Hallo ihr Lieben! 
Bitte entschuldigt die mangelnden Infos in den letzten Tagen. Obwohl ich einen Hotspot Voucher gekauft habe, konnte ich irgendwie nichts hochladen. Mittlerweile haben auch Anne und ich jetzt die Local Sim Karte und daher starte ich jetzt einen neuen Versuch euch ein bisschen was mitzuteilen. ;)

Wir sind gut und sicher am Sonntag morgen gelandet. Anne hat uns abgeholt und der George - the scary dentist - hat uns mit dem Auto nach Hause gebracht. Am Nachmittag sind wir dann das erste Mal los gezogen und wollten mit dem Bus an den Strand fahren. Leider wenig erfolgreich, weil wir erst an der falschen Stelle standen und dann von einem Deutschen erfahren haben, dass der Bus sonntags anders fährt. Wir haben ihn zwar letztlich erwischt, aber hätten dann bloß eine Stunde am Strand gehabt, also sind wir direkt wieder nach Hause gefahren und haben lediglich die Aussicht auf der Fahrt genossen. 

Montag haben wir dann unseren Rollerführerschein „gemacht“ oder eher besorgt. Die Frau auf der Polizeiwache hatte nämlich einfach keine Lust und hat ihn uns ohne jegliche Tests einfach ausgestellt. Dann haben wir bei Avis 2 Roller gemietet. Eigentlich wollten wir bei einem günstigeren Anbieter buchen, aber die Frau hatte irgendwie ein Problem damit. Wir haben es auch nicht so ganz verstanden. Bei Avis haben wir jetzt $15 pro Tag bezahlt. Also $375 für die ganze Zeit pro Roller. 
Später waren wir dann einkaufen und mussten feststellen, dass es hier echt einiges teurer ist als in Deutschland. 
Und abends haben wir es dann endlich an den Strand geschafft! Der Muri Beach mit seinen kleinen Inseln - Motu - vor der Küste ist echt ein Traum! Wir waren direkt schnorcheln und sind bis zu einer der Motus rüber geschwommen. 

Am Dienstag war dann der erste Arbeitstag. Erstmal wurden wir eine Weile von Danny, dem Chef der Klinik, voll gelabert. Er hat uns einiges gezeigt, wo alles ist und die Leute vorgestellt, auch    wenn wir uns bis dahin noch keinen einzigen Namen merken konnten. 
Und dann ging es eigentlich auch direkt los. Die Rezeptionistin kommt einfach in die Box und sagt was zu tun ist und übergibt uns die Patienten. Am ersten Tag haben wir vorrangig Zahnreinigungen und Füllungen gemacht. Anne hat eine angefangene Endo abgefüllt. 
Am Nachmittag sind dann 2 deutsche Jungs aufgetaucht, Julian und Kilian. Die waren die letzte Woche auf Aitutaki und haben dort behandelt. Bevor wir gegangen sind haben wir sie dann eingeladen mit uns wieder an den Muri Beach zu fahren. Erst waren wir uns nicht sicher, ob sie kommen würden, aber dann haben sie schon auf uns gewartet. :D Nach dem Strand sind wir noch auf den Muri Night Market um was zu essen. Anne und ich haben uns eine traditionelle Uma Plate oder so geteilt, mit Hähnchen und Schweinefleisch, Spinat, einem traditionellen Kartoffelsalat und alles bedeckt mit Coconut Cream. Sehr lecker! :) 

Mittwoch haben wir dann mit unserem Plan begonnen, dass immer einer von uns frei hat. Als erstes habe ich frei bekommen, damit ich mich um meinen Tauchkurs kümmern kann. Das war zwar schwieriger als gedacht, aber bei der letzten Anlaufstelle hat es dann richtig gut gepasst. Kommenden Montag geht es los mit der Theorie und dem „Pool Training“. Am Dienstag geht es das erste Mal raus ins Open Water. Ich bin schon richtig aufgeregt! :) 
Bei meiner Tour um die Insel habe ich dann auch gleich ein paar schöne Strände entdeckt, die wir noch ausprobieren können. 
Abends habe ich uns dann eine Gemüselasagne mit lokalem Gemüse gemacht. Der Ofen macht ein fürchterliches Geräusch sobald er auf Temperatur ist. Am besten setzt man sich einfach raus und macht die Tür zu. Noch dazu war gerade ein Nachbar da und hat den Rasen gemäht. Wir haben ihn dann einfach mal angequatscht und gefragt ob er uns zeigen kann wie man Kokosnüsse öffnet. Einfach nur geil! 
Nach dem Essen haben wir die Jungs wieder getroffen um den Sonnenuntergang an einem Strand in der Nähe des Flughafens zu sehen. Der Black Rock Beach liegt an der Westseite der Insel und hat seinen Namen von einem massiven schwarzen Klotz von Fels. Ein wirklich schöner Ort um den Sonnenuntergang zu beobachten. 

Die nächsten Tage wurden dann echt unerträglich heiß. Man merkt richtig wie das Interesse an einer Bestleistung bei den Füllungen nachlässt. Die Luft ist so feucht, dass das Komposit klebrig wird und trotz Konditionierung einfach nicht gescheit am Zahn hält. Das macht die Modellation echt schwer. 
Donnerstag hat uns Joe, der Zahnarzt von Aitutaki, dann noch eingeladen abends was trinken zu gehen. Die Hamburger Jungs sind natürlich auch mit und letztenendes mussten wir feststellen, dass der Alkohol in diesem Klima ganz anders knallt. Wir waren am Freitag echt fertig und mussten die Arbeit eher verlassen. :D 
Tja und gestern abend waren wir dann bei einem Rugbyspiel Bulldogs vs. Sharks. Wir sind zwar erst eine viertel Stunde von Schluss gekommen, weil wir kurz dachten wir hätten aus versehen den Code von unserer Schlüsselbox verstellt, aber es war trotzdem echt lustig. Danach gabs dann selfmade Pizza bei uns zu Hause. Die Jungs und Joe waren auch eingeladen, aber Joe war schon wieder dicht und ist dann nicht aufgetaucht. 

Jetzt habe ich dann wieder aufgeholt. Fotos folgen natürlich auch noch! 
Heute früh waren wir auf dem Punanga Nui Market und haben Obst und Gemüse gekauft. Das ist echt einiges billiger als im Laden. Wir haben eine Tüte mit 9 Drachenfrüchten für nur $5 bekommen! Aubergine, Bananen, Zimtapfel, geröstete Kokosnuss,... 
So heiß und anstrengend es hier auch manchmal ist, es ist trotzdem einfach ein kleines Paradies. 
Wir werden dann heute auch wieder an den Strand fahren und das türkisblaue Wasser genießen. 
Und morgen geht es wieder zum Muri Beach, weil ein Patient uns eingelanden hat bei seiner Lagoon Cruise mit zu fahren. Die Leute sind echt unglaublich nett und so dankbar, wenn wir ihre Zähne retten können. Und vermutlich auch, weil wir dabei so herzlich sind. Der George hat seinen Beinamen „the scary dentist“ ja nicht umsonst. ;) 

Edit:
Die Lagoon Cruise haben wir wegen dem Wetter leider nicht machen können. Dafür sind Krissi und ich nachdem es wieder ein bisschen besser war an den Wigmore Wasserfall gefahren und haben dort im kühlen Süßwasser gebadet. Die Mücken sind da oben zwar nicht soooo geil, aber das war‘s einfach wert. :) 
der Black Rock wurde diese Woche auch von uns erklommen, das hat aber keine 5 Minuten gedauert :D
der Black Rock wurde diese Woche auch von uns erklommen, das hat aber keine 5 Minuten gedauert :D
01.04.2019
Es ist 4 Uhr morgens auf Rarotonga und es tobt immer wieder ein krasser Sturm. Wir wurden, als es anfing, alle richtig aus dem Schlaf gerissen. Mittlerweile schlafen die anderen beiden wieder, nur ich kann nicht schlafen. Also schreibe ich euch endlich mal wieder was so abging die letzte Woche :)

Ich habe am Montag und Dienstag die ersten Teile meines Tauchkurses gehabt. Das war echt cool. Erst waren wir nur im Pool, dann in der Lagune und am Dienstag dann draußen im Meer zwischen ganz tollen Korallen. Es fühlt sich echt toll an so unterwasser zu sein. Bei dem zweiten Tauchgang haben wir eine grüne Meeresschildkröte gesehen. Das war einfach traumhaft! Leider darf man bei den Lehrtauchgängen keine GoPro mitnehmen, sonst hätte ich selbstverständlich Fotos gemacht. 

Dann ist Krissi krank geworden. Sie hat sich bisschen was eingefangen was so Richtung Magen-Darm geht. Die Arme ist völlig platt und muss immer wieder Vomex nehmen.. 
Damit sie sich ausruhen konnte, haben Anne und sie dann ihre freien Tage etwas getauscht. 

Bei der Arbeit merke ich langsam wie wir auch diese genervte Haltung annehmen, die uns an den Jungs so gestört hat. Wir geben natürlich trotzdem unser Bestes, aber ich bin trotzdem manchmal enttäuscht von meiner eigenen Leistung. Es ist halt einfach traurig zu sehen wie die Arbeit unter den Bedingungen hier leidet. Es wäre so viel möglich, weil tatsächlich erstaunlich viel Material da ist (von den ganzen Spenden, versteht sich), aber da alles einfach irgendwo verstreut und nicht auffindbar ist können wir es einfach nicht richtig nutzen. 

Highlight meiner Arbeitswoche waren (zum Leidwesen von Anne, weil ich sie ständig damit voll labere) unsere beiden schnuckeligen Mormonen. Zwei Jungs anfang 20 aus Utah, die hier gerade zum missionieren sind (wobei wir uns gefragt haben, was man hier groß missionieren kann, aber vielleicht haben wir auch einfach keine Ahnung :D). Einer der beide hatte erst in Neuseeland eine neue Füllung bekommen unter der aber noch eine so dermaßen fette Karies war, dass wir erstmal unseren Augen nicht trauten. Letztlich war die Karies leider so tief, dass eine Endo drauß wurde und der junge Kerl sich erstmal tierisch gefreut hat, dass sein Zahn ja jetzt nichts mehr fühlen würde... Bis wir ihm erklärt haben, dass das nicht cool ist. :‘D 
Die beiden waren auf jeden Fall super chillig drauf und wollten hinterher noch ein Foto mit uns machen. Diesen Mittwoch kommen sie wieder und wir können hoffentlich die Endo abfüllen. 
Außerdem haben wir uns vorgenommen zu fragen, ob sie nicht abends mal was mit uns machen wollen, weil unsere deutschen Jungs ja jetzt weg sind (ich komme gleich dazu) und wir in der Woche unglaublich viele Fragen über ihre Religion gesammelt haben :D

Am Donnerstag hatten wir eine Art Betriebsfeier von der Zahnklinik. Es gab traditionelles Umu Essen (Fotos folgen) und wir haben deutschen Kartoffelsalat mitgebracht. Dann ging es mit allen noch in die Hula Bar (mittlerweile wohl quasi unsere Stammkneipe :D) und später in einen Club. 
Ende des Abends war - nicht so geil - ein Sturz 2 unserer Jungs mit einem Roller im Regen, woraufhin wir sie erstmal zu uns gebracht und verarztet haben. Keine Sorge, liebe Eltern, es geht den beiden schon wieder ganz gut und es ist zum Glück nichts ernsteres passiert. 

Und jetzt am Wochenende mussten wir uns der Reihe nach von unseren Jungs verabschieden. Als erstes sind Julian und Kilian am Freitag in der Nacht zurück nach Hamburg geflogen. 
Am Samstag Mittag folgte dann der Zahnarzt von Aitutaki, Joe, der die letzten 2 Wochen auch hier war, bevor er nun nach Singapur geht. 
Und gestern in der früh sind dann auch die letzten Deutschen abgereist. Die 4 Jungs aus Jena waren letzten Montag von Mangaia zurück gekommen und haben die letzte Woche nur noch Urlaub hier gemacht.
Jetzt sind wir also die einzigen deutschen Zahnis hier. Mal sehen wen wir noch so treffen oder ob uns jetzt ganz schrecklich langweilig wird. Das Wetter spielt ja grade eben auch nicht so ganz mit, also mussten wir die Lagoon Cruise, die wir letzte Woche schon nicht geschafft haben, wieder verschieben. 

Edit:
Jetzt habe ich glatt vergessen zu erwähnen, dass wir uns am Samstag auf unsere erste Wanderung gewagt haben. Krissi konnte leider nicht mit, weil sie ja krank ist. Außerdem hat uns der Regen natürlich nicht in Ruhe gelassen, also war es dezent anstrengend, weil es super rutschig war und wir vorallem beim Abstieg häufiger mal weggerutscht sind. Der Trail heißt Raemaru Trek und geht ohne Pausen und Wegrutschen ca. 1,5h. Aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt! Die Aussicht war echt toll! Und weil die Jungs meinten der Cross Island Trail hätte noch mehr zu bieten, freuen wir uns darauf jetzt natürlich noch umso mehr! :) 
Endlich mal einen schönen klaren Sonnenuntergang erwischt :)
Endlich mal einen schönen klaren Sonnenuntergang erwischt :)
07.04.2019
Gott, ich bin echt schlecht darin regelmäßig zu schreiben. Mit meinem Reisetagebuch hänge ich auch schon hinterher. :D 
Arbeitstechnisch gab es eigentlich nicht viel neues. Wir haben ein paar unserer „eigenen“ Endos abgefüllt; das war schön zu sehen wie die Behandlung anschlägt und dann abgeschlossen werden kann. Außerdem werden wir immer fixer beim Zähne ziehen. Gelegentlich gibt es halt noch Probleme mit Wurzelresten, weil wir zum einen keine einzige Wurzelzange in der Klinik haben und zum anderen sind die Zähne, die brechen, oft uralte Endozähne und dementsprechend bröckelig. Meistens kommen die Leute eh schon daher, weil „die Füllung rausgefallen ist“ und in Wirklichkeit ist einfach die gesamte Zahnkrone weggeknackst... Sehr spaßig! :D

Ansonsten haben wir diese Woche etwas ruhiger gestartet und waren mal wieder am Muri Beach und haben was neues auf dem Muri Night Market ausprobiert - dieses Mal gab‘s ein traditionelles Gericht mit Fisch und Garnelen für Anne und mich, weil wir diese Woche ganz heiß auf endlich mal Fisch essen waren. :D 
Am Donnerstag habe ich meinen Tauchkurs beendet. Wir waren mit 2 Tauchgängen in 18 Metern Tiefe und haben kaum noch Übungen gemacht sondern viel mehr rumgeguckt :) Das war echt schön, auch wenn es dieses mal keine Schildkröte zu sehen gab. Dafür habe ich einen Skorpionfish und eine kleine Muräne gesehen. 
Abends dann das erste große Highlight unserer Woche: SUP at Night mit beleuchteten Brettern. Einfach absolut traumhaft! Ich werde mich bemühen euch in den nächsten Tagen noch Fotos davon hochzuladen, aber da ich mit der GoPro unterwegs war und nicht mit dem Handy habe ich die Bilder noch nicht am Start. 

Mega Event der Woche: Der Partybus. Am Anfang dachten wir noch worauf wir uns da bloß eingelassen hätten, weil wir nüchtern an „Bord“ gingen und alle anderen schon dicht waren und/oder ihre Mische dabei hatten... Aber als es dann mit den Bars los ging haben wir dann schnell aufgeholt. :D Es war einfach total lustig und echt ein verrücktes Erlebnis. Wenn wir noch mehr Zeit hier hätten würden wir sicher ein zweites Mal mitfahren. :D

Gestern haben wir dann erstmal ausgenüchtert und uns später nur noch an den Strand gechillt. Dafür sind wir heute dann nochmal los gezogen und haben endlich den Cross Island Trail gemacht! Super geil einfach nur! Ich kann nicht in Worte fassen wie schön das war! Als es wärmer wurde über Mittag wurde es natürlich auch ganz schön anstrengend, aber es hat sich einfach so dermaßen gelohnt! Wir haben auf „the Needle“ gesessen und den Ausblick genossen und uns in den Bachläufen erfrischt und ganz zum Schluss kommt man beim Wigmore Waterfall an und kann sich auch da nochmal richtig schön abkühlen. Da stören einen die zahllosen Mücken plötzlich kaum noch. 

Und jetzt noch ein paar News zu den nächsten Tagen: Ich habe mich Anfang der Woche entschieden nach Ma‘uke rüber zu fliegen. Die Insel hat ca. 300 Einwohner und seit über einem Jahr war kein Zahnarzt mehr dort. Letzte Woche ist Alfonse (oder wie wir ihn seit der „Betriebsfeier“ gern nennen Dr. Fonsi) nach Ma‘uke geflogen und wird dort 6 Monate lang bleiben. Es kam schnell die Nachricht bei uns an, dass enorm viel zu tun sei und die Jungs meinten noch scherzhaft, ob wir dann nicht rüber wollten. Tja, und mich hat‘s dann plötzlich in den Fingern gejuckt und deshalb fliege ich morgen hin, Ich werde nur bis Mittwoch Mittag bleiben, aber denke dass ich in der Zeit trotzdem gut was schaffen sollte. Ich erzähle euch dann selbstverständlich wie viele Zähne ich in der Zeit gezogen habe. :D
Und wenn ich wieder komme bleiben uns auch nur noch 2 Tage auf Rarotonga, dann geht es nach Aitutaki. Darauf freuen wir uns auch schon richtig, weil die Praxis dort von Joe viel besser in Stand gehalten wurde als die Klinik hier. Außerdem haben wir insgesamt grade ein bisschen die Schnauze voll von den Patienten hier auf Raro und wollen auch mal ein bisschen Urlaub genießen. Wenn wir zurück in Deutschland sind geht ja schließlich direkt die Uni wieder los. ;) 
12.04.2019
Ich bin sicher von Mauke zurück gekommen. Der Flug bzw. das Flugzeug war zwar echt gruselig, aber ich habe es überstanden. Eigentlich wollte ich euch Mittwoch schon direkt schreiben, aber da war dann irgendwie keine Zeit mehr.
Vor Ort gab es jedenfalls kein mobiles Internet und die wenigen Hotspots haben irgendwie nicht funktioniert. 

Am Montag ging es jedenfalls los. Der Flug war wie schon gesagt echt merkwürdig, noch dazu hatte ich den Flug komplett für mich. :D 
Am „Flughafen“ hat mich Alfonso - Dr. Fonsi - dann abgeholt. Ich wurde von den ganzen Einheimischen super herzlich begrüßt. Ich habe sogar einen Blumenkranz für den Kopf bekommen; das war echt cool. 
Weil es erstmal keine Patienten gab sind wir dann erstmal an den Strand gefahren. Aufgrund von Maukes vulkanischem Ursprung ist es jedoch sehr steinig und scharfkantig. Die kurzen Sandabschnitte sind trotzdem echt schön und bekommen durch die felsige Umrahmung ein ganz nettes Feeling.

Vom Strand zurück war dann mein erster Patient da. Ein wirklich sehr sehr sehr übergewichtiger Mann, der fast den Behandlungsstuhl kaputt gemacht hätte. Dem habe ich dann die ersten zwei Zähne gezogen. 

Abends sind wir dann zu Freunden von Fonsi gefahren. Dort habe ich die Polizeichefs von Rarotonga kennengelernt. Sehr praktisch ;)

Am Dienstag durfte ich in der Früh erstmal die „Divided Church“ besichtigen, dafür braucht man nämlich die Erlaubnis vom Pastor. Die Ziona Church, wie sie eigentlich heißt, schaut von außen erstmal ganz normal aus. Von innen hingegen ist sie aufgeteilt in 2 stilistisch verschiedene Teile, weil sie für 2 Dörfer dient und beide ihren Geschmack darin verwirklicht haben wollten. Um gerecht zu sein steht deshalb der Altar auch in der Mitte des Raums und nicht vor Kopf. 
Danach habe ich dann bis 15 Uhr gearbeitet und insgesamt 20 Patienten behandelt. Am Vormittag waren es hauptsächlich die Kinder aus der Schule nebenan. Denen habe ich lauter GIZ Füllungen gemacht, aber ich wurde auch echt geschockt, als ich Milchzahn-Endos machen musste. Auf der Insel gibt es kein Röntgengerät, also kann man in einem bestimmten Alter nicht einfach die Milchzähne ziehen und auf das Beste hoffen, sondern macht eben Wurzelkanalbehandlungen. Ich fand den Zustand der Kinderzähne wirklich erschütternd.
Am Nachmittag kamen dann nur noch Erwachsene, denen ich ihre Zähne gezogen habe. In meiner Zeit auf Mauke habe ich erstaunlicherweise „nur“ 10 Zähne aus 28 Patienten gezogen. Mit der Quote finde ich kann man noch leben. 

Nach der Arbeit sind wir dann zu einer Höhle mit Süßwasser gefahren über die ich im Internet gelesen hatte. Die „Höhle“ an sich war auch recht cool, aber das Wasser war nicht so spektakulär. 
Dann wollten wir eine Tour um die Insel machen - wenig erfolgreich, weil der Roller vom Fonsi einen Platten hatte und dann mussten wir zu Fuß zurück. 

Am Mittwoch habe ich dann nochmal die letzten Kinder behandelt und Zähne gezogen. Danach wurden wir zu einem kleinen Festmahl eingeladen. Es gab ungefähr alles: Schwein, Fisch, Hühnchen, dazu Taro (ein lokales Wurzelgemüse), frittierte Banane, Bananenpancakes, Sternfrucht und natürlich Nu (Kokosnuss) zum Trinken. 

Bevor es dann zum Flughafen ging sind wir ein letztes Mal an den Strand gefahren und haben eine Küstenhöhle angeschaut. Dafür mussten wir ein kleines Stück durch das Wasser und über die Felsen laufen, aber das war es echt wert! Ein absoluter Traum! Fotos und Videos folgen wie üblich, sobald ich die Daten von der GoPro geladen hab. 

Dann ging es wieder nach „Hause“ nach Rarotonga. Die Frauen haben mir nochmal so einen Blumenkranz geschenkt und auch solche Ketten zum Umhängen. Das war echt schön! Die Leute auf Mauke waren echt so nett und haben mich so herzlich empfangen! Die ganze Zeit hat man sich rührend um mich gesorgt, das war echt ein schönes Gefühl! 

Gestern war dann unser letzter Arbeitstag in der Klinik auf Rarotonga. Wir haben uns nämlich dazu entschlossen heute frei zu machen um noch ein paar Sachen erledigen zu können und den Tag am Strand zu verbringen (blöd nur, dass es heute schon wieder ständig schüttet). 
Wir hatten jedenfalls einen fürchterlichen Tag ohne Mittagspause, weil wir irgendwie doppelt gebucht waren mit unseren Terminen und einfach nicht hinterher kamen. Dazu hat sich ständig aus einer kleinen Behandlung noch irgendwas ergeben, warum wir ungefähr 5x solang gebraucht haben. 
Gegen Mittag kam dann noch endlich „mein kleiner Mormone“ dran und ich konnte endlich seine Endo abfüllen und eine schöne Kunststofffüllung drauf machen. Ausnahmsweise habe ich mal wieder eine modellierte Füllung gemacht und nicht nur Flow, wie wir es uns angewöhnt haben :D 
Während der Behandlung kam dann noch eine Frau von der Zeitung vorbei und hat Fotos von uns gemacht :) 

Auch wenn es ein bisschen traurig ist, sind wir echt froh, dass die Arbeit auf Raro vorbei ist. Jetzt wollen wir nur noch die Woche auf Aitutaki genießen und nur ein ganz bisschen arbeiten. Die Lagoon Cruise haben wir auf jeden Fall schon mal gebucht und morgen geht es dann endlich los :) 
13.04.2019
Jetzt ist Urlaub angesagt! Wir sind vor gerade mal einer Stunde auf Aitutaki gelandet und der Kummer vom Abschied von Rarotonga und unserem trauten Heim der letzten 4 Wochen ist bereits vergessen. Der Landeanflug auf das Halbatoll war einfach genial! Innerhalb von wenigen Minuten ist aus dem tiefen Blau des Ozeans ein sattes Türkis geworden durchzogen von kleineren und größeren grünen Inselchen. 

Am Flughafen wurden wir von Byron abgeholt, dem Besitzer unseres Hotel. Na, könnt ihr euch noch an das Foto erinnern, dass ich von unserem Hotel gepostet hab? Es ist GENAU so! Nur Minuten (gefühlt Sekunden) nachdem wir unser Zimmer gezeigt bekommen haben waren wir auch schon im klaren warmen Wasser. 
Jetzt liege ich am Strand auf einer Liege im Halbschatten einer kleinen Palme, wenige Meter von mir chillt Anne in den sanften Wogen des Meeres und Krissi schnorchelt weiter draußen gemütlich vor sich hin. 

Ihr seht wo das hin führt: Tschüss, ihr Lieben! Wir bleiben dann mal hier :) <3
16.04.2019
Was ein paar aufregende letzte Tage! Wir haben schon wieder so viel erlebt; da kommt man gar nicht hinterher. 

Am Sonntag ist unsere Lagoon Cruise leider abgesagt worden, weil man lieber angeln gehen wollte... Kein Kommentar. Wer mich kennt, kann sich vorstellen, dass der Herr am Telefon ein Mittelmaß aus passiver und aktiver Aggressivität von mir zu Hören bekommen hat. 
Eine gute Sache hatte es jedenfalls dann doch noch: Wir haben unsere Lagoon Cruise stattdessen am Montag mit Byron von unserem Hotel gemacht und waren dafür quasi ganz unter uns. Mit an Bord waren nur noch Yvonne, eine Hamburgerin, die mit uns im Flieger her saß, und Roy, ein Kanadier, der seit 25 Jahren immer wieder herkommt. Die Tour war echt der absolute Hammer! Die Fotos können gar nicht einfangen WIE blau das Wasser war! Absolut genial! Wir waren auf der One Foot Island und auf der Honeymoon Island, sind geschnorchelt und mit riesigen Fischen geschwommen (den Namen haben wir leider alle vergessen, aber irgendwas mit T :D). Zum Schluss haben wir noch versucht mit Schildkröten zu Schwimmen, aber die hatten da grade nicht so große Lust drauf. 

Heute haben wir dann gearbeitet. Das war wieder etwas völlig anderes als auf Raro oder Mauke. Joe hat die Klinik echt ganz gut hinterlassen, auch wenn man sich trotzdem erst einarbeiten musste um alles zu finden. Auch wenn es nochmal ganz lustig und auch schön war hier zu arbeiten, sind wir froh, dass wir entschieden haben nur einen Tag hier zu arbeiten und einmal in die Schulen zu fahren und Zahnputzunterricht zu geben. Die Zeit fliegt hier nur so dahin und wir wollen so viel wie möglich mitnehmen und genießen.

Am Abend dann noch ein kleines Highlight: Wir waren bei Sonja nebenan; Krissi hatte sie gestern schon kennengelernt und sie war dann auch heute zur Zahnreinigung bei uns. Sonja ist gebürtige Österreicherin und lebt seit mittlerweile 25 Jahren hier. Sie hat ein kleines Café mit biologisch angebautem Obst und Gemüse aus ihrem eigenen Garten. Ich wünschte es gäbe eine Möglichkeit Gerüche im Internet zu übertragen, dieser Garten ist einfach traumhaft! Nur zu gerne wären wir länger dort geblieben und hätten ihr ein bisschen geholfen. Stattdessen hat sie uns aber mit lauter Sachen überhäuft; von Breadfruit über Sternfrucht bis hin zu Zitronenbasilikum. 
In ihrem Café kann man die ganzen Erzeugnisse aus ihrem Garten frisch kaufen oder auch verarbeitet zu Gemüselasagne, Kuchen, und und und. Die Frau ist einfach der Hammer! Ein absolutes Goldjuwel der Insel! 
Wenn ihr je auf die Cook Inseln und Aitutaki kommt solltet ihr auf jeden Fall bei ihr vorbei schauen! 
21.04.2019
Wir sind sicher in München gelandet. Es ist kaum zu glauben, aber plötzlich wirkt alles so surreal. Es fühlt sich an als wären wir in der Truman Show gewesen und alles war nur aufgemalt. Dabei haben wir noch ein paar echt schöne letzte Tage gehabt.

Am Mittwoch war ich tauchen. Ich mag gar nicht groß ausschweifen WIE toll das war, also fasse ich nur kurz zusammen was ich gesehen habe: Den Napoleon-Lippfisch „Frank“, ein majestätischer Riesenoschi von Fisch; Adlerrochen; einen 30 cm großen Feuerfisch; diverse farbenfrohe Fischarten; und das Beste von allem: riesige grüne Meeresschildkröten! Mein Dive Buddy hat auch noch einen kleinen Hai gesehen und auf Kamera festgehalten, aber ich persönlich habe ihn leider verpasst. 

Am Donnerstag wollten wir in die Schulen um Zahnbürsten zu verteilen und den Kindern zu zeigen wie man richtig Zähne putzt, aber da hat dann mal wieder das unorganisatorische Island Life versagt und es hat nicht funktioniert. Also haben wir beschlossen die Sachen wieder mit nach Raro zu nehmen und von dort aus nach Mauke zu schicken. Dr. Fonsi hat die Sachen dann bei uns abgeholt und ich hoffe, dass sie auch wirklich angekommen sind. 

Unser letzter Tag war dann nochmal sehr erfüllt. Wir sind von Aitutaki zurück nach Raro, haben unsere Koffer umgepackt und einen Mietwagen geholt. Dann wären wir noch gerne ein letztes Mal schnorcheln gegangen, aber das Wetter auf Rarotonga war in den letzten Tagen so schlecht, dass das Wasser trüb geworden war. Mit Essen gehen war es dann auch nicht so leicht wie gedacht, weil ja Karfreitag war und daher das meiste an Geschäften und Restaurants dicht hatte. 
Zum Schluss gab es einen letzten kleinen Sonnenuntergang am Black Rock Beach und ein letzter Drink in der Hula Bar. Dann war der Abschied auch schon da. 

An dieser Stelle höre ich dann auch auf zu schreiben, sonst werde ich bloß wieder sentimental. 
Danke an alle, die aufmerksam mitgelesen haben. In den nächsten Tagen werde ich das Layout am PC dann nochmal überarbeiten, weil das mit der Handyapp nicht so perfekt geklappt hat. Außerdem folgt natürlich ein eigener Reiter mit einer Bildergalerie, wenn ich mit den anderen beiden unsere Fotos ausgetauscht habe. :) 

xoxo